Eine zweigeschoßige Maisonettewohnung mit Garten im Hof eines Wiener Gründerzeithauses wird zum Lebensmittelpunkt für ein Paar mit Kind. Das Projekt verbindet urbane Dichte mit funktionaler Flexibilität und schafft ein fließendes Raumgefüge über zwei Ebenen.
Das Möbel als architektonisches Zentrum
Das tragende Entwurfselement bildet die Gestaltung rund um die bestehende innere Wohnungstreppe. Alle wesentlichen neuen Einbauten gruppieren sich um diese vertikale Achse und formen einen funktionalen Kern: Eine raumgreifende, raumhohe Bibliotheksspange umschließt die Treppe und geht im Obergeschoß fließend in den Kochbereich der Wohnküche über. Die Erschließung der beiden Ebenen wird so zum räumlichen Erlebnis: Der Weg nach oben führt mitten durch das skulpturale Bibliothekselement. Dieses ist horizontal gegliedert, womit das relativ schmale Wohngeschoß optisch breiter und großzügiger erscheint.
Das neue Badezimmer bildet neben Bibliothek und Wohnküche einen weiteren Kern, um den sich der Wohn- und Schlafbereich gruppieren. Als skulpturaler Funktionskern setzt es – ebenso wie die Küchenrückwand – durch eine markante Farb- und Oberflächengestaltung einen bewussten visuellen Akzent im Raum.
Gelebte Flexibilität: Eine Wohnung, zwei Optionen
Das Raumkonzept reagiert vorausschauend auf sich verändernde Lebensphasen. Durch die zusätzliche Außentreppe und durch eine verschließbare Tür im Bibliothekselement lässt sich das Objekt teilen. Die Maisonette fungiert wahlweise als großzügige Familieneinheit mit Gartenbezug im Erdgeschoß oder als zwei vollkommen separierte, autarke Wohnungen. Eine nachhaltige, langfristige Nutzung ist somit gesichert.
Projekt
Wohnungsumbau und Interiorplanung
Status
Realisierung
Fertigstellung Obergeschoß
2026